Bund für Tier- und Naturschutz Ostwestfalen e. V.

Die hier vorgestellten Patenschaften ermöglichen Tieren, zu leben:

  • Tiere, für die sich trotz aller Bemühungen noch kein geeigneter Platz finden liess, die aber weiter in ihren Pflegestellen betreut und versorgt werden
  • Tiere, die jahrelang in einer Pflegestelle vergeblich auf eine Chance gewartet haben, dort heimisch geworden sind und bleiben dürften, wenn - ja, wenn die Kosten nicht wären!
  • Tiere, die abgegeben werden oder gar eingeschläfert werden sollen, weil ihre Besitzer notwendige Tierarztkosten nicht aufbringen können.
  • Tiere, die alt, krank oder behindert sind, aber trotzdem jemanden gefunden haben, der sich ihrer annehmen würde, wenn er es sich finanziell leisten könnte

Nicki und Luna


sind von ihren Haltern wegen Scheidung ins Tierheim gebracht worden. Da konnten sie allerdings nicht bleiben, weil Luna so klein ist, dass sie durch die Zaunmaschen durchschlüpfen konnte. Wir brachten das unzertrennliche Paar in einer Pflegestelle unter. Leider stellte sich heraus, dass Luna nicht zuverlässig sauber ist. Das machte die beiden so gut wie unvermittelbar. Dazu kommt, dass Nicky und Luna sich nach der langen Zeit so gut in der Pflegestelle eingelebt und sich eng an ihre Pflegerin angeschlossen haben, das wir ihnen einen erneuten Wechsel nicht mehr zumuten möchten. Das bedeutet aber, dass wir weiterhin Futter- und Tierarztkosten tragen müssen.

Mit ihrer Patenschaft entlastet uns Frau Angelika G. bei den monatlichen Kosten - auch für Kater Harvey -, wofür wir ihr herzlich danken.

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Warwick und Filou – unzertrennlich

Als im Mai dieses Jahres unsere kleine „Gnadenbrot“-Schimmelstute Klärchen eingeschläfert werden musste, trauerte das allein zurückgebliebene Reitpferd von Frau B. so sehr, dass sie sich im Internet auf die Suche nach einem anderen Beistellpferd machte und dabei auf den 15-jährigen Fuchswallach Filou stieß. Als sie sich schließlich doch nicht für ihn entscheiden konnte, beschlossen wir, etwas für ihn zu tun. Filou wurde heruntergekommen und fast verhungert vom Veterinäramt aus katastrophalen Verhältnissen eingezogen. Auf einem Pferdehof aufgepäppelt und wieder auf die Beine gebracht, konnte er dort aus Platzgründen nur bis zum Herbst bleiben. Was würde mit ihm geschehen, wenn sich keine Bleibe für ihn fand?

Nun schickte uns aber unsere Mitarbeiterin Petra Rüdiger, die Vermittlungsfotos von Filou machen wollte, eine Fotoserie von zwei Pferden und schrieb dazu, es sei fast nicht möglich gewesen, Filou allein aufs Bild zu bekommen, da ein anderer Wallach nicht von dessen Seite gewichen sei und sie sogar den Eindruck gehabt habe, dieser wolle Filou vor ihr, der aufdringlichen Fotografin, beschützen. Deshalb sei ihr gar nicht wohl dabei, dass diese beiden Pferde, die ihr unzertrennlich erschienen, auseinandergerissen werden sollten. Die Fotos zeigen eine Innigkeit zwischen den beiden Tieren, die auch uns rührte. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass es sich bei dem zweiten Pferd um Warwick, einen ehemaligen Leidensgenossen von Filou handelt, einen 21-jährigen Wallach, der gemeinsam mit Filou vom Veterinäramt beschlagnahmt wurde. Auch für Warwick gab es, wie für Filou, keinen dauerhaften Platz auf dem Pferdehof.

Wir waren uns schnell einig, einen gemeinsamen Platz für Warwick und Filou zu suchen, auch wenn uns das zunächst so gut wie aussichtslos erschien. Unsere Anzeige auf diversen Vermittlungsseiten im Internet, in der Zeitschrift „Ein Herz für Tiere“ und in den sozialen Netzwerken blieb ohne Erfolg. Zweimal glaubten wir einen Platz gefunden zu haben, zweimal zogen die jeweiligen Interessenten ihre Zusagen überraschend zurück. Unsere Enttäuschung war jedes Mal groß. Glücklicherweise fanden sich fünf Patinnen, die finanzielle Unterstützung für die Unterbringung der Pferde leisten wollten, was die Chance, eine Unterkunft für die beiden zu finden, erheblich erhöhte.

Schließlich inserierten wir die beiden Pferde überregional in den Lokalzeitungen. Als wir schon nicht mehr mit einem Erfolg rechneten, bot uns der Inhaber eines Pferdehofes einen Platz für beide Pferde in einer kleinen Herde in Offenstallhaltung mit Weidegang. Wir sahen uns die Unterbringung an und waren sofort begeistert von dem großen Stall, der schönen Weide und den gepflegten Pferden, von denen einige auch schon etliche Jahre zählen. In der Offenstallhaltung haben die Pferde ganzjährig die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob sie sich im großzügigen geschützten Stall aufhalten möchten oder draußen auf der Weide. Weil davon auszugehen ist, dass der 21-jährige Warwick eher sterben wird, als sein jüngerer Gefährte, wird Filou, in einer Herde integriert, nicht allein zurückbleiben müssen, was für uns eine große Beruhigung ist. Wir sagten erfreut zu. Das Transportproblem, das uns noch zu schaffen machte, löste Herr Rüdiger. Die Kontaktaufnahme zwischen Warwick und Filou und der kleinen Herde verlief nicht ohne Aufregung, aber friedlich. Als Rüdigers sich verabschiedeten, liefen Warwick und Filou schon grasend auf der Weide.

Die monatlichen Kosten sind dankenswerterweise inzwischen durch Paten gedeckt. Da wir eine Rücklage für evtl. anfallende Tierarztkosten und den Hufschmied bilden müssen, würden wir uns über zusätzliche Spenden für unsere beiden „Unzertrennlichen“ freuen.

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Das Kälbchen Serafina - eine wahre vorweihnachtliche Geschichte

Die Weihnachtsgeschichte erzählt, dass im Stall von Bethlehem auch ein Ochs und ein Esel das Wunder der Heiligen Nacht erlebten, als den Menschen der Erlöser geboren wurde. Immer wieder wurde im Laufe der Jahrhunderte die Anwesenheit der Tiere im Stall von Bethlehem so gedeutet, dass die Erlösung in der Weihnacht auch den Tieren verheißen wurde, Erlösung aus qualvoll engen Ställen und Käfigen, Erlösung von Hunger und Misshandlung. Wahrhaft erlösungsbedürftig war ein Kälbchen auf einem Hof in Salzkotten.
Vier Wochen alt, abgemagert bis auf die Knochen mit struppigem, verkotetem Fell und müden glanzlosen Augen. Ängstlich sah es hinter seinem Gefährten her, als zwei Männer ihn aus der engen Box zogen, die er mit dem Kälbchen teilte. Es war ein unterernährtes, abgemagertes Bullenrind, 8 Monate alt, aber nicht grösser als das Kälbchen. Der kleine Bulle taugte zu nichts mehr, nur noch zum Schlachten und Entsorgen, und das war eigentlich sein Glück, denn die ihn abholten, waren Tierfreunde, vom Bund für Tier- und Naturschutz Ostwestfalen ausfindig gemacht, um dem Minibullen das Leben zu schenken in einem schönen Stall, auf Stroh und mit Weidegang im Sommer.
Und das Kälbchen? Von ihm hatten die Tierschützer nichts gewusst.
Bevor der Betrieb des Bauern zum Jahresende wegen Verwahrlosung und Verelendung der Tiere geschlossen wird, darf er die vorhandenen Tiere verkaufen. Aber wer kauft ein Kälbchen, das kaum noch auf den Beinen stehen kann? " Wir können doch den einen nicht mitnehmen und dieses hier stehen lassen!" sagte einer der Männer, die immer noch ratlos im Stall standen, als der Transporter schon startbereit war.
Das Kälbchen drückte der Tierschützerin die weiche Schnauze in die ausgestreckte Hand, als diese den Männern klar zumachen suchte, dass der Verein sich nicht den Lebensunterhalt für ein weiteres "Nutztier" anlasten könne. Aber dann griff wohl der Engel ein, der einst über Ochs und Esel im Stall von Bethlehem schwebte und seitdem die Menschen bewegt, sich des Viehs zu erbarmen, und das Kälbchen erlebte sein vorweihnachtliches Wunder: Die Tierschützerin gab dem Bauern Geld, und einer der Männer trug das Kälbchen zum Transporter, wo der kleine Bulle es vertraulich anstupste. So ist es gekommen, dass in diesem Jahr an der Weihnachtskrippe des Bund für Tier- und Naturschutz Ostwestfalens neben vielen anderen Gnadenbrottieren auch der kleine Bulle Benny und das Kälbchen Serafina stehen werden. (Die beiden befinden sich jetzt in Pension auf einem Hof in Vlotho ).

2009 / 2010: Aus den beiden Kälbern sind mittlerweile Kühe geworden, wenn auch sehr kleine. Bulle Benny ist inzwischen kastriert worden. Nun suchen wir dringend Paten für diese beiden!

 Eine Patin haben sie nun auch, die sich an den Unterbringungskosten beteiligt (Bilder vom Besuch s. o.) . DANKE DAFÜR !!!

Update 2014: Wir freuen uns, dass sich mit Frau B. eine weitere Patin für die beiden gefunden hat. Herzlichen Dank!!

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Bund für Tier- und Naturschutz Ostwestfalen e. V.     Fon: 0 52 51 - 7 15 50   Mail: kontakt[at]tierschutz-ostwestfalen.de